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Jarred DuBois beim Spielaufbau

Expertenrunde zum Heimspiel gegen Bayreuth

Einmal mehr haben sich unsere Social-Media-Experten zum Spiel gegen Bayreuth (Sonntag, 13. April um 15 Uhr – Karten über Tel. 069-928 876 19 – Livestream ab 14:30 Uhr auf www.fraport-skyliners.de) mit dem kommenden Gegner tiefgründig auseinander gesetzt.

Welches Duell könnte spielentscheidend werden?
Ramon Galloway gegen DJ Seeley
Johannes Voigtmann gegen Brian Qvale
Quantez Robertson gegen Kyle Weems
Ein anderes Match-Up

MAG (www.schoenen.dunk.de): Ich habe mir das Duell Big Joe gegen Brian Qvale herausgesucht. Warum? Die Saison von Joe läuft bisher sehr gut. Seine Beweglichkeit ist deutlich besser geworden und nun finden auch noch seine Dreier ins Ziel. Die Variabilität seiner Wurfauswahl macht ihn für den Gegenspieler schwer einschätzbar. Aber mit Qvale bekommt er einen erfahrenen Gegner, der den Großteil seiner Punkte aus der Nahdistanz unter den Körben erzielt. Da heißt es für Joe stabil stehen, sauber ausboxen und den Rebound greifen (Joe im Schnitt 5.0 rpg, Qvale holt 6.1).

Faboom (Bayreuth-Fan): Johannes Voigtmann gegen Brian Qvale. Da die Frankfurter Defense steht und den Bayreuthern keine leichten Würfe ermöglich wird, wird das Spiel durch dieses Duell entschieden. Brian Qvale spielte bislang eine tolle Saison und glänzte mit starken Statistiken für Bayreuth. Sein Gegenüber, Joe Voigtmann ist ein guter, junger und vor allem recht facettenreicher Spieler, der perfekt für die großen Positionen gemacht ist. Heißer Schlagabtausch, der letzten Endes ausschlaggebend sein wird. Qvale sehe ich aufgrund der Top-Form und der Erfahrenheit ein wenig im Vorteil.

5Rack (www.courtreview.de):  Robertson vs. Weems: Hier treffen zwei Small Forwards aufeinander, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Obwohl Robertson nach seiner schweren Verletzung offensiv immer besser in Fahrt kommt (8,9 PPG), liegen seine Stärken klar in der Defensive. Weems ist offensiv stärker (14,2 PPG), nimmt aber auch rund doppelt so viele Würfe wie Robertson. Beide Forwards haben gemeinsam, dass sie von ihren Trainern durchschnittlich die meisten Spielanteile pro Spiel bekommen. Ob spielentscheidend oder nicht, für mich ist dieses Duell das Interessanteste.

Miles Schmidt-Scheuber (www.eurobasket.com): Galloway - Seeley ist sehr schmackhaft, aber ich freue mich am meisten auf das interessante Duell auf der Centerposition mit Johannes Voigtmann gegen Brian Qvale. Beide sind jung und Qvale hat nur eine Saison mehr Profierfahrung als Voigtmann, mit soliden Seasons in der Türkei und letztes Jahr in Belgien für Belfius Mons-Hainaut, wo er Vierter bei den Rebounds, Zweiter bei den Blocks und zweiter bei der Feldwurfquote war, aber er hat auch 117 NCAA-Spiele in vier Jahren für Montana absolviert. Qvale ist Bayreuth's konstantester Spieler und erzielt durchgängig (24 Mal bisher) zweistellige Werte und schaffte bisher vier Double-Doubles. Er ist ein Perfektionist unter dem Korb, er wird jeden Wurf von dort treffen. Voigtmann spielt eine solide Saison, ist aber manchmal noch zu unbeständig. Er muss Qvale den Ball so viel wie möglich verwehren und ihn vom Korb weghalten, um dieses Duell zu gewinnen.

Eiffeltower (www.schoenen-dunk.de): Ramon Galloway gegen DJ Seeley. Auf dieses Duell freu ich mich besonders. Galloway ist endlich konstanter in seinen Leistungen geworden und zum Führungsspieler gereift. Besonders stark ist er, wenn er zum Korb zieht und spektakulär per Dunk abschließt. Und darauf sollte er sich auch besinnen, denn sein Dreier ist absolut wacklig. 28,1 % sind eindeutig zu wenig für einen SG. Kann Seeley Ramon am Zug zum Korb hindern und selber seine Stärken zeigen? Er steuert 14,3 Punkte pro Spiel bei und ist von jenseits der 6,75 m bärenstark (42,9 %). Ihn sollte man also nicht frei stehen lassen. Schwerstarbeit also für Ramon - die Fans dürfen sich auf dieses Duell freuen!


Wer oder was wird der X-Faktor für Frankfurt?

MAG (www.schoenen.dunk.de): TEAMPLAY und KONZENTRATION…wenn wir es schaffen, das Teamplay und die Konzentration über 40 Minuten hochzuhalten, dann kann es mit dem Sieg klappen. Die erste Hälfte aus Würzburg war in diesen Punkten vorbildlich (19 Assists!). Auch in Braunschweig wurde mit 13 Assists gut gearbeitet, aber beide Spiele kippten im letzten Viertel. Hier heißt es konzentriert bleiben und weiter Basketball spielen. Stay calm and play ball.

Faboom (Bayreuth-Fan): Ich tendiere recht stark zur Defense. Die Skyliners werden den Bayreuthern - wie zuletzt schon mehreren Gegnern - in einer starken Defense die Würfe nehmen. Gerade Konsti Klein oder Tez Robertson zeichnen sich als starke Verteidiger aus.

5Rack (www.courtreview.de): Ball Movement: In den letzten Spielen hat sich, meine ich, eine gewisse Statik im Angriff der Skyliners eingeschlichen. Der Aufbau der Setplays dauerte recht lange, der Ball wurde wenig bewegt, und so geriet die Skyliners-Offense häufig etwas ins Stocken. Was ich in den letzten Spielen vermisst habe, war ein flüssigeres Angriffs-Spiel mit mehr Ballbewegung und weniger Einzelaktionen. In meinen Augen ist daher Ball Movement der X-Faktor und gleichzeitig Schlüssel für ein besseres, offensives Team-Play.

Miles Schmidt-Scheuber (www.eurobasket.com): Unser Senegalator Aziz N´Diaye wird der X-Faktor sein. Im letzten Spiel musste Frankfurt in der Zone unendlich leiden, sie kassierten 42 Punkte in der Zone und unzählige Tip-Ins von Kyle Visser. Frankfurt wird die extra Energie von der Bank von N'Diaye brauchen. Man weiß nie, was einem beim Senegalator erwarten wird . Entweder spielte er den Baby-Shaq mit 16 Punkten und zehn Rebounds wie gegen Hagen oder verlegt einen Dunk und bringt Erinnerungen an den Ex-Skyliner Malik Badiane hoch, der nicht in der Lage war, den Ball zu fangen. Frankfurt braucht ein solides Spiel von ihm, um bessere Chancen auf den Sieg zu haben.

Eiffeltower (www.schoenen-dunk.de): Aziz N’Diaye!!! Gerade gegen ein reboundstarkes Team wie Bayreuth brauchen wir den Aziz wie aus den Heimspielen gegen Hagen (16 Pkt, 13 Reb) oder München (11 Pkt, 8 Reb). Hoffentlich kann er dieses Potenzial abrufen.


Wer oder was wird der X-Faktor für Bayreuth?

MAG (www.schoenen.dunk.de): medi Bayreuth kommt mit einer kleinen Siegsträhne (+2) in die Fraport Arena. Diese hat den Gästen geholfen um ein kleines Polster zu den ungeliebten Plätzen 17 und 18 zu bilden. Aber es ist immer noch so knapp im unteren Bereich der Tabelle, von daher wird Bayreuth alles dafür tun um nach dem gewonnen Hinspiel auch das Rückspiel für sich zu entscheiden.

Faboom (Bayreuth-Fan): Der X-Faktor für Bayreuth wird sein, dass das Team von Mike Koch mit einem größeren Selbstvertrauen in die Mainmetropole reisen wird und durch drei sehr wichtige Auswärtssiege in Folge, etwas befreiter aufspielen kann als sonst. Dennoch werden die Jungs wieder bestens eingestellt sein, um den nächsten Auswärtssieg zu holen. Der Auswärtssieg-Bilanz von bayreuth würde es recht kommen, stand bis Mitte März kein einziger Auswärtserfolg in dieser Saison zu buche.

5Rack (www.courtreview.de): Kevin Hamilton: Der Point Guard ist die Allround-Waffe in Reihen der Bayreuther. Er lenkt das Spiel mit viel Übersicht (5,8 APG), schnappt sich dazu relativ viele Rebounds (5,3 RPG) und vergisst nicht das Scoren selbst (9,9 PPG). An einem guten Tag ist ein Triple-Doubel für ihn drin. Klein, Merz und DuBois dürfen ihn nicht in Fahrt kommen lassen.

Miles Schmidt-Scheuber (www.eurobasket.com): Für mich wird der X-Faktor Kevin Hamilton sein. Er ist der klassische Point Guard, der früher die polnische Liga in Assists und jetzt die Beko BBL an zweiter Stelle hinter Jared Jordan mit 5,9 Assists anführt. Wenn er einen guten Tag hat, gehört er zu den besten fünf Aufbauspielern in der Liga. Trotzdem hat diese Saison für ihn auch Höhen und Tiefen. Er war sehr solide in den letzten sechs Spielen, in denen er das Team zu fünf Siegen anführte. Er hat zweistellig in den letzten sechs Spielen gepunktet, im Vergleich dazu erzielte er zehn mal zweistellige Werte in den ersten 20 Spielen. Er ist einer der seltenen Aufbauspieler in der Liga, die das Statsheet mit Punkten, Rebounds und Assists wie ein Lebron James füllen kann, wenn er in Form ist. Außerdem ist Hamilton immer on top in der Steals-Kategorie. Für Bayreuth ist ein fitter und starker Hamilton auf dem Feld sehr wichtig, um Frankfurt zu schlagen.

Eiffeltower (www.schoenen-dunk.de): Beckham Wyrick könnte ein X-Faktor sein. „Becks“ spielte bislang nur eine bescheidene Saison. (3,8 Ppg, 2,8 Rpg, 29 % Dreier ). Doch gerade in den letzten sechs Spielen - von denen Bayreuth fünf gewonnen hat - konnte der frisch gebackene Papa mit 6,7 Ppg, 2,8 Rpg und einer Dreierquote von 43,5 % überzeugen.


Wahr oder falsch? Das Spiel wird unter den Brettern entschieden.

MAG (www.schoenen.dunk.de): Bayreuth sucht in Tendenz mehr den Abschluss unter den Körben (Lay-up, Nahdistanz) wobei Frankfurt in den letzten Spielen ein wenig variabler war in diesem Punkt. Wenn die FRAPORT SKYLINERS es schaffen, ihr schnelles und temporeiches Spiel aufs Parkett zu legen, dann haben sie gute Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden.

Faboom (Bayreuth-Fan): Wahr. In der entscheidenden Phase, in welcher beide Mannschaften wohl wieder stark in der Verteidigung agieren werden, versuchen sich beide Teams durch besseres Spiel in der Zone über die Bigmen zu stützen, wenn es keine offenen Würfe gibt.

5Rack (www.courtreview.de): Ich glaube schon. Bayreuth hat mit Qvale einen Center, der in den letzten drei Spielen 22 PPG erzielte. Hinzu gesellt sich ein Burrell, dessen Leistungen zwar stark von seiner Tagesform abhängen, ihn aber partout nicht weniger gefährlich machen. Ich traue Voigtmann und Barthel aber zu, dass sie gut mithalten können. Gerade für Barthel scheint nach seiner überragenden Vorstellung in Braunschweig der Knoten geplatzt zu sein. Insbesondere er sollte den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen und sein Team mitreißen.

Miles Schmidt-Scheuber (www.eurobasket.com): Der Kampf unter den Körben wird den Sieg am Sonntag zu 75 % ausmachen. Frankfurt hat die letzten zwei Spiele in der Zone verloren, da Spieler wie Kyle Visser und Maxi Kleber Frankfurt am offensiven Brett sehr weh getan haben. Gegen Bayreuth muss Frankfurt das Biest Brian Qvale und die zwei offensiven Board Crasher Ronnie Burrell und Kyle Weems bekämpfen. Auch die Guards Kevin Hamilton und DJ Seeley, die sehr gerne aushelfen, sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Hamilton hatte zehn Rebounds im Bayreuther Sieg gegen Frankfurt und aktuell in Braunschweig erzielten die beiden Guards zusammen 13 Rebounds. Die Frankfurter Big Men müssen bereit sein, Hilfe von den Aufbauspielern bekommen und der Schlüssel wird sein, wie viel Intensität Tez zur Reboundarbeit geben kann.

Eiffeltower (www.schoenen-dunk.de): Nur zum Teil wahr: Das Spiel unterm Brett wird sicherlich ein Faktor sein. Und da muss Frankfurt ganz schön zulegen. Mit nur 32,4 Rebounds im Schnitt gehört man zu den schwächsten Teams der Liga (Platz 16). Bayreuth ist hier bärenstark, sichert sich 35,8 Rebounds pro Spiel, was Platz 6 bedeutet. Also aufgepasst. Am besten schließen die Frankfurter hochprozentig ab, dann können die Oberfranken keine Rebounds holen. Ein weiterer Faktor ist der Dreier. Hier sind die Vorzeichen genau umgekehrt. Frankfurt versenkt hier 37,2 % der Würfe (Platz 4) während es bei Bayreuth bislang eine Schwäche ist (33,7 %, Platz 15).


Bayreuth hat sich in den letzten Wochen gut gefangen und kleine Siegesserien gestartet. Frankfurt hatte zuletzt einige Höhen und Tiefen. Was für ein Spiel erwartet uns?

MAG (www.schoenen.dunk.de): In der Beko BBL diese Saison gab es schon so viele Überraschungen. Ich hoffe, das unsere Jungs sich nach den zuletzt knappen und ärgerlichen Niederlagen wieder aufrappeln können und uns mit einem schönen Heimsieg ein kleines vorösterliches Geschenk machen. Basketball HOCHSPANNUNG pur!

Faboom (Bayreuth-Fan): Es wird ein Spiel das vor allem sehr viel über die Defense gehen wird. Ich erwarte kein hohes Ergebnis. Die Skyliners haben in der letzten Zeit bewiesen, dass sie einige Kettenhunde im Team haben, die knallharte Defensive spielen können. Dies werden sie wohl auch gegen Bayreuth anwenden und den Gästen tunlichst offene Würfe nehmen. Deshalb wird das Spiel über die großen Positionen entschieden, in jenem Duell zwischen Joe Voigtmann und Brian Qvale, sehe ich den Bayreuther Big Man im leichten Vorteil. Es wird ein heißer Tanz. Möge der Jump schon bald erfolgen.

5Rack (www.courtreview.de): Der Stachel der letzten knappen Niederlagen dürfte bei den Skyliners tief stecken. Siege gegen München und Ulm sind nicht mehr viel wert, wenn man gegen Tübingen, Würzburg und Braunschweig knapp verliert. Die Bayreuther können mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen (relativ) entspannt an den Main kommen. Insofern erwarte ich, dass die Skyliners aggressiv ins Spiel gehen, den Ball gut bewegen und sich schnell eine komfortable Führung erkämpfen, die bis zum Schluss Bestand hat – erst recht in eigener Halle. Zweistelliger Sieg für die Skyliners in den 80ern. Auf geht’s!

Miles Schmidt-Scheuber (www.eurobasket.com): Es ist schwer zu glauben, dass ein Team wie Bayreuth so weit zurückliegt in der Tabelle, mit Krunic und Koch als Trainer.  Aber zum Ende der Saison begann ihre Serie. Frankfurt führt bei den Heimspielen 2-1, 2010 erzielte Wood 26 Punkte für den Sieg, aber vor zwei Jahren reichten selbst 27 Punkte von Ohlbrecht nicht zum Sieg. Dieses Spiel könnte ein Defense Spiel werden, da beide Mannschaften sich in diesem Bereich aktuell sehr verbessert haben. Frankfurt will eine Siegesserie starten und Bayreuth hat so viel Selbstvertrauen wie noch nie mit fünf Siegen in den letzten sechs Spielen. Es sollte hart umkämpft werden, da Bayreuth die Saison stark beenden und Frankfurt Rache für die Niederlage auswärts nehmen will. Falls die Würfe von draußen nicht fallen, wird dieses Spiel in der Zone entschieden.

Eiffeltower (www.schoenen-dunk.de): Ich hoffe, dass die Frankfurter die letzten Niederlagen gut verarbeitet haben und sich etwas regenerieren konnten. Denn die Müdigkeit der Spieler spielte zuletzt eine große Rolle. Wäre die Belastung in den letzten Wochen nicht so hoch gewesen, hätte man die Spiele in Würzburg und in Braunschweig sicher nicht mehr aus der Hand gegeben. Und mit Bayreuth trifft man wieder auf ein Team, das alles in die Waagschale werfen wird. Da heißt es 40 Minuten Gas geben. Ich erwarte ein enges Spiel und hoffe, dass die Skyliners diesmal das glücklichere Ende für sich haben.