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Quantez Robertson erarbeitet sich den Rebound

74:66 – Eine bärenstarke erste Halbzeit reicht am Ende nicht

Die erste Halbzeit gehört den FRAPORT SKYLINERS. Man ist die bessere Mannschaft und prägt das Spielgeschehen. Doch auf einmal sind die Gastgeber im vierten Viertel immer wieder den berühmten Schritt schneller, den kleinen Tick treffsicherer und setzen sich blitzschnell ab. So bleibt das Gefühl, dass man an die starke Leistung des Sieges gegen Berlin anknüpfen konnte. Nun gilt es die kommende Woche für die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Bamberg (Sonntag, 17. März, 15 Uhr) zu nutzen.

Das Video bei Youtube - http://www.youtube.com/watch?v=U06pXrcaK4Y

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Spielerstatistiken FRAPORT SKYLINERS: Dawan Robinson (21 Pkt), Ryan Brooks (12 Pkt, 5 Reb), Zachery Peacock (10 Pkt, 5 Reb), Devin Gibson (9 Pkt), Johannes Voigtmann (4 Pkt), Quantez Robertson (4 Pkt, 5 Reb), Danilo Barthel (2 Pkt), Konstantin Klein (2 Pkt), LaQuan Prowell (2 Pkt), Marius Nolte
  • Die Viertel in der Übersicht: 18:18 – 13:23 – 20:11 – 23:14
  • Die vollständige Statistik
  • Nächstes Heimspiel und Special

Stimmen zum Spiel

Muli Katzurin (FRAPORT SKYLINERS): „Ich habe den Spielern zur Halbzeit gesagt, dass dieses Spiel jetzt erst beginnt. In der zweiten Hälfte haben wir so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann, haben Offensivrebounds zugelassen und gegen Bryant und die Distanzschützen nicht so verteidigt wie zuvor. Uns ist die Energie ausgegangen und die Spieler wurden müde. Es hat heute nicht gereicht, dass Spiel zu drehen und am Ende hat die bessere Mannschaft gewonnen.

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): „Wir haben heute ein Spiel mit zwei Halbzeiten gesehen. Ich habe großen Respekt vor der Frankfurter Mannschaft, die immer unglaublich physisch spielt. Es hat eine Weile gedauert, bis wir dagegen eine Lösung finden konnten. Unsere zweite Halbzeit macht mich stolz, denn wir haben nur 25 Punkte zugelassen. Wir können aus diesem Spiel viele positive Dinge mitnehmen, am wichtigsten ist natürlich der Sieg.“

Marius Nolte: „In der ersten Hälfte haben wir einen sehr guten Job gemacht. Wir haben das Tempo kontrolliert und Ulm kaum zweite Chancen ermöglicht. Nach der Pause konnten wir unser Konzept nicht mehr so gut umsetzen, zudem haben die Kräfte nachgelassen“

Dawan Robinson: „In der zweiten Hälfte haben sich leider die Missverständnisse in der Defense gehäuft – das war schlussendlich mitentscheidend für die Niederlage. Außerdem haben wir Per Günther nicht mehr so gut wie in der ersten Hälfte im Griff gehabt. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft.“  

Danilo Barthel: „Nach der Pause haben wir im Rebound oft schlecht ausgesehen und Ulm zu viele zweite und sogar dritte Chancen gewährt. Auf die Leistung können wir aber in jedem Fall aufbauen – das war ein weiterer Schritt nach vorne. Wir haben erneut gezeigt, dass wir gegen jedes Team der Liga mithalten können.“

Spielverlauf nach Vierteln

Muli Katzurin baut auf seine Erste Fünf aus dem Heimspiel gegen Berlin und schickt neben Dawan Robinson und Ryan Brooks, Quantez Robertson, Danilo Barthel und Zachery Peacock zuerst auf das Ulmer Parkett. Von Anfang an halten die FRAPORT SKYLINERS dagegen und wollen sowohl die Ulmer Mannschaft, als auch deren Fans erst gar nicht ins Spiel kommen lassen. Auf Frankfurter Seite sind es vor allen Dingen Dawan Robinson und Ryan Brooks, die mit guter Trefferquote und daraus resultierenden Punkten das Spiel prägen. Da aber auch die Gastgeber in John Bryant ihren Go-to-Guy finden, geht es entsprechend ausgeglichen aus dem ersten Viertel – 18:18.

Bärenstark kommt das Frankfurter Team aus der kurzen Viertelpause und legt einen astreinen 7:0 Lauf auf das Parkett. Symbolisch für die Spielweise der FRAPORT SKYLINERS ein Angriff, bei dem der Ball wunderbar durch die eigenen Reihen läuft: Robertson auf Gibson, dieser dann auf Ryan Brooks, der den Distanzwurf im Korb unterbringt – 18:25 (12. Minute). Über das gesamte zweite Viertel hinweg zeigt das Frankfurter Team den Basketball, den sie am besten können: Schnell, aggressiv in der Verteidigung und konsequent im Angriff. So gelingt es, zum ersten Mal zweistellig in Führung zu gehen (20:30 – 15.) und diese Führung trotz heftiger Gegenwehr der Ulmer bis zur Halbzeitpause zu wahren. In die große Pause geht es beim Stand von 31:41.

Es geht gut weiter im dritten Spielabschnitt. Zachery Peacock legt per Korbleger zur höchsten Frankfurter Führung auf und trifft zum 33:45 (22.). Allerdings zieht sich der agile Big Man früh sein drittes und im weiteren Verlauf des Viertels auch sein viertes Foul (27.) zu. Somit steht der junge Johannes Voigtmann lange Zeit auf dem Feld und macht einen sehr guten Job gegen den Ulmer Center John Bryant. Doch es sind die Distanzschützen der Gastgeber, die nun ins Rollen kommen. Esterkamp und zweimal Günther treffen von der Dreierlinie und verkürzen blitzschnell auf 42:45 (24.). Die Partie ist nun wieder völlig offen. Dem deutschen Nationalspieler Günther gelingt es quasi mit der Schlusssirene den Rückstand seiner Ulmer vor dem Schlussakt auf 51:52 zu verkürzen.

Ulm eröffnet das vierte Viertel mit einem Dreier von Daniel Theis, es ist die erste Führung des amtierenden Vizemeister seit der 9. Spielminute – 54:52 (31.). Die Antwort liefert Quantez Robertson mit dem wohl spektakulärsten Dunking der bisherigen Beko BBL-Saison: Gegen drei Ulmer steigt der Überathlet in die Luft, lässt sich nicht aufhalten und drückt den Ball brachial durch die Reuse für die nächsten Punkte. Doch der erhoffte Schub durch diese Aktion bleibt aus. Die Ulmer spielen nun ihr Spiel, setzen sich auf 61:56 (34.) ab und legen zum für sie perfekten Zeitpunkt einen 7:0 Lauf hin – 68:58 (38.). Zwar stecken die FRAPORT SKYLINERS nicht auf, halten dagegen, ackern und rackern, doch die Ulmer bleiben cool. Somit endet die Partie mit 74:66.