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03.06.2004: OPEL SKYLINERS gewinnen in Bamberg

Die Viertel: 16:15, 12:19, 14:13, 18:25

 

Statt mit dem Rücken zur Wand zu stehen, halten die OPEL SKYLINERS vor dem dritten Spiel der "Best-of-Five" Finalserie wieder alle Trumpfkarten in der Hand. Ein fünfter Sieg im siebten Play-off Heimspiel der Saison brächte am Montag den ersten Matchball zum Gewinn der Meisterschaft.


 

 

Im mit 5000 Fans gefüllten Bamberger Forum - darunter eine muntere Schar von über 200 Frankfurter "Skybembels" - lieferten sich die beiden besten Defense-Teams der Liga einen bisweilen hektischen Schlagabtausch, geprägt von Fehlwürfen und Ballverlusten auf beiden Seiten.

Gießen 46ers Coach und DSF Co-Kommentator Stefan Koch: "Das erste Viertel war wie Spiel 1 in Kurzform. Frankfurt begann besser und dann kam Derrick Taylor." Der 40-jährige Basketball-Oldtimer versenkte mit der Schluss-Sirene einen 3er zur erstmaligen Bamberger Führung (16:15). Die OPEL SKYLINERS wirkten verunsichert und sahen die Gastgeber mit sieben Punkten zu Beginn des zweiten Abschnitts wegziehen. Die erfahreneren Bamberger wollten Gordon Herberts junge Truppe nun vorführen, nahmen zum Teil wilde Show-Würfe. Ohne zählbares Ergebnis - Bamberg blieb vier Minuten ohne Treffer aus dem Feld. So viel Lässigkeit nutzen die OPEL SKYLINERS zu einem konzentrierten 19:7 Run, mit dem sie sich die Führung bis zur Pause zurückeroberten.

Auch zu Beginn des Schlussviertels lagen die "Mainhattan Giganten" 47:42 vorn. Dann war es erneut Taylor, der mit zwei 3ern in Serie den Score auf 50:48 verkürzte. Anders als in Spiel 1 ließen sich die OPEL SKYLINERS vom heranrollenden Franken-Express nicht aus der Ruhe bringen und konterten mit einem spielentscheidenden 19:6 Spurt über ihre zuverlässigen Amis Ellis und Williams (zusammen 36 Punkte). Gordon Herbert konnte mit der geschlossenen Leistung seines Teams zufrieden sein, das konsequent in der Verteidigung stand, die Reboundhoheit erarbeitete und seine athletischen Stärken im Zug zum Korb immer wieder ausspielte.

Derrick Taylor war mit 15 Punkten bester Schütze bei Bamberg, die nur 33 Prozent aus dem Feld trafen.

Neben Top Scorer Tyrone Ellis, der seinen Platz in der Startformation für Robert Garrett (sechs Zähler) räumte, punkteten Chris Williams (17) und Bernd Kruel (11) zweistellig. "Big Smooth" Williams pflückte zudem 13 Rebounds und sicherte sich so das 12. Double Double der Saison.

Gordon Herbert: "Unsere Defense und unser Reboundverhalten waren sehr viel besser als beim letzten Aufeinandertreffen. Das sind nun mal die Schlüssel zur Meisterschaft. Wir haben uns auf jeden freien Ball gestürzt, haben als Mannschaft gekämpft und uns von der Atmosphäre im Forum nicht beirren lassen. Immer wenn Bamberg wieder aufkam, hat Tyrone Ellis die Halle mit tollen Würfen aus dem Spiel genommen."

 

 

(Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Gewinns der Deutschen Meisterschaft veröffentlichen die FRAPORT SKYLINERS an dieser Stelle die Original-Spielberichte der damaligen Finalserie gegen Bamberg)