Klaus Perwas (Headcoach SKYLINERS): „Ich weiß, man fängt immer so an: Glückwunsch an Ludwigsburg und den Coach [Mikko Riipinen]! Ich denke, dass es die Ludwigsburger von der ersten Minute an sehr gut gemacht haben. Sie haben sehr viel Druck ausgeübt. Gerade bei Deadball-Situationen, in denen wir von der Baseline zur Baseline mussten, da haben sie uns sehr viel Zeit geklaut und Energie geraubt. Sie waren sehr physisch und da haben wir es nicht geschafft, dagegen zu spielen und zu halten. Ich finde, dass wir sehr unorganisiert waren und uns von Kleinigkeiten aus dem Rhythmus haben bringen lassen. Das war enttäuschend. Am Ende muss man auch solche Spiele irgendwie schlucken. Wir haben heute ohne einen Guard [Logan Johnson] gespielt und bei dem Druck, den die Ludwigsburger heute erzeugt haben, ist es natürlich schwierig, wenn da noch ein Guard fehlt. Wir müssen versuchen, einen Reset-Button zu drücken – für mein Empfinden müssen wir das Spiel schnell vergessen – und sehen, dass wir uns auf die letzte Phase der Saison vorbereiten.
Rasanter Start in die Partie
Aufgrund der Verletzung von Logan Johnson starteten wir mit Isaiah Swope auf der Point-Guard-Position in die Partie. Wir fanden gut in ein temporeiches Spiel: Den ersten Dreier verwandelte Will Christmas, der im Anschluss immer wieder mit viel Energie zum Korb zog und sieben unserer ersten neun Punkte erzielte (7:9 nach drei Minuten).
Offensiv lief der Ball im ersten Abschnitt flüssig durch unsere Reihen, sodass wir unsere Führung nach sieben Minuten weiter ausbauen konnten (10:14). Auch von der Bank kam wichtige Energie: Neuzugang Jacob Holt setzte unter dem Korb Akzente und steuerte drei schnelle Punkte bei. Gegen Ende des Viertels fanden jedoch auch die Ludwigsburger besser ins Spiel und verkürzten den Rückstand auf einen Punkt. Viertelergebnis: 18:19
Zweites Viertel zum Vergessen
Das zweite Viertel begann mit einem starken Offensivrebound von Ryan Hawkins, der sich erneut wach unter dem Korb zeigte. Anschließend brachte ein 9:0-Lauf der Gastgeber – begünstigt unter anderem durch ein unsportliches Foul – Ludwigsburg erstmals in Führung (27:21).
In dieser Phase fehlten uns Rhythmus und Wurfglück. Nach einem offenen Dreier der Gastgeber und der ersten zweistelligen Führung war ein Timeout nach fünf Minuten nötig (34:23). Zu diesem Zeitpunkt standen wir bei vier Assists und sechs Turnovern, was Ludwigsburg immer wieder einfache Punkte in der Transition ermöglichte.
Zwar setzte Jacob Holt zwei Minuten vor der Pause noch einmal ein offensives Ausrufezeichen unter dem Korb und unterstützte damit den starken Will Christmas (12 Punkte), dennoch mussten wir nach einem soliden ersten Viertel mit einem 15-Punkte-Rückstand in die Halbzeitpause gehen (30:45). Viertelergebnis: 27:11
Topscorer zur Halbzeit
SKYLINERS:
William Christmas (12 Punkte, 4 Rebounds)
Jacob Holt (7 Punkte, 2 Rebounds)
MHP RIESEN Ludwigsburg:
Keeshawn Kellman (8 Punkte, 5 Rebounds)
Toms Skuja (8 Punkte)
Turnover entscheiden das Spiel
Die zweite Hälfte begann zunächst vielversprechend: Till Pape setzte defensiv ein starkes Zeichen gegen Smith und verwandelte im Gegenzug per Layup die ersten Punkte.
Angeführt vom Kapitän starteten wir engagiert in die zweite Halbzeit, doch ein Dreier von Elijah Hughes stellte den alten Abstand nach vier Minuten wieder her (54:39). In der Folge fanden die Ludwigsburger offensiv immer besser in ihren Rhythmus und trafen hochprozentig – insbesondere von außen (38 % Dreierquote).
Wir hingegen verloren defensiv zunehmend den Zugriff und produzierten weiterhin Ballverluste, die Ludwigsburg konsequent ausnutzte. Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand auf 30 Punkte an. Ein Dreier von Nahiem Alleyne sorgte kurz vor Viertelende noch für Ergebniskosmetik. Viertelergebnis: 28:17
Comeback bleibt aus
Mit dem Ziel, noch einmal zurück ins Spiel zu finden, starteten wir in das Schlussviertel. Doch auch hier fehlte uns die nötige Trefferquote – insbesondere von der Dreierlinie (am Ende 6/24).
Ein kurzes Aufbäumen leitete Isaiah Swope ein, der mit einem And-One-Finish auf 15 persönliche Punkte kam. Insgesamt fehlte uns jedoch die Konstanz, um noch einmal entscheidend heranzukommen.
Die Ludwigsburger verteilten ihre Punkte auf sieben zweistellige Scorer und spielten die Partie souverän zu Ende. Für uns gilt es nun, das Spiel abzuhaken und die richtigen Schlüsse für die kommende Aufgabe gegen Rostock zu ziehen. Viertelergebnis: 24:18
Endergebnis: MHP RIESEN Ludwigsburg - SKYLINERS 97:65 (45:30)
Zuschauer: 3.879
Best of Boxscore:
Isaiah Swope (15 PTS)
William Christmas (14 PTS / 5 REB /4 AST)
Jacob Holt (9 PTS / 5 REB)
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Nächstes Spiel: So., 29.03.2026, 15:00 Uhr: SKYLINERS - Rostock Seawolves
Partie auf Abruf bei DYN














