Zähe erste Halbzeit - Jena mit Vorteilen
Die Partie begann nervös und war von starker Defensive auf beiden Seiten geprägt. Frankfurt tat sich offensiv schwer und fand kaum Rhythmus. Das erste Viertel ging mit 16:10 an die Gäste. Auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig: Die Hessen trafen bis zur Pause keinen ihrer 13 Dreipunktewürfe und lagen zur Halbzeit mit 23:34 zurück.
Crnjac bringt Frankfurt zurück
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Frankfurt deutlich verbessert. Trotz der weiterhin intensiven Defensive der Gäste fand das Team von Thore Bethke nun bessere Lösungen und kämpfte sich zurück ins Spiel. Besonders Ivan Crnjac sorgte für einen emotionalen Wendepunkt, als er innerhalb kürzester Zeit drei Dreier traf und die Partie ausglich.
Doch Jena antwortete direkt: Daniel Biel konterte mit drei eigenen Dreiern in Serie und hielt sein Team in Führung. Vor dem Schlussviertel lag Frankfurt weiterhin mit 46:53 zurück.
Crunchtime gehört Eintracht Frankfurt/SKYLINERS
Im letzten Viertel erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Die Frankfurter arbeiteten sich Schritt für Schritt heran, doch der Ausgleich wollte lange nicht fallen. Erst 58 Sekunden vor Schluss war es erneut Crnjac, der mit einem wichtigen Dreier zum Ausgleich traf und das BCM zum Beben brachte.
Im nächsten Angriff übernahm Lukas Smazak Verantwortung und versenkte einen tiefen Dreier zur Führung. Jena fand darauf keine Antwort mehr – Frankfurt sicherte sich den umkämpften 68:64-Sieg.
Teamleistung und Energie als Schlüssel
Top-Scorer der Frankfurter war Ivan Crnjac mit 19 Punkten und 7 Rebounds. Ebenfalls hervorzuheben ist Rephael Edward, der mit viel Energie agierte und neben 6 Punkten auch 8 wichtige Rebounds beisteuerte.
Auf nach Berlin – Halbfinale gegen ALBA
Mit diesem Sieg zieht Eintracht Frankfurt/SKYLINERS erstmals seit 2014/15 wieder ins NBBL Top4 ein. Das Finalturnier findet vom 15. bis 17. Mai in der Sporthalle Charlottenburg in Berlin statt. Im Halbfinale wartet mit ALBA Berlin eine große Herausforderung. Das Team von Thore Bethke zeigte aber erneut große Moral und bewieß sich selbst, dass es bereit für große Herausforderungen ist.
Stimme zum Spiel
Headcoach Thore Behtke war nach der Partie sichtlich emotional und stolz auf sein Team:
„Zuerst ganz viel Respekt an Jena für ihre starke Saison und die Leistung in dieser Serie! Wir haben eine fantastische kämpferische Leistung gezeigt. Das ganze Spiel über ist uns offensiv nichts wirklich gelungen, aber durch unsere Verteidigung sind wir immer einigermaßen im Spiel geblieben. In der 2. Halbzeit haben wir dann phasenweise besser getroffen, um den Druck weiter aufrechtzuerhalten. Getragen durch die tolle Atmosphäre von den Rängen gelang es uns dann, in den letzten acht Minuten mit einem 16-4 Lauf das Spiel zu entscheiden.
Viele unserer Spieler haben es geschafft 100% Einsatz abzurufen. Das hört sich stets so einfach an, aber ist gerade in solch einer Drucksituation eine großartige Leistung!“














