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John Little

Der Verteidigungsminister meldet sich zum Dienst

Mit einem schrillen Pfiff beendet der Schiedsrichter das Spiel. Der gegnerische Flügelspieler Kyle Fogg hatte in der Partie nur zwei von zehn Würfe aus dem Feld getroffen und ist kein Faktor für die Bremerhavener Eisbären gewesen. Exakt in solchen Momenten weiß jeder, wieso die FRAPORT SKYLINERS John Little aus Ludwigsburg verpflichtet haben. Ein Blick in die Historie des Beko BBL-Veteranen lohnt sich.

Der in Peoria, Georgia geborene John Little spielte für die University of Northern Iowa in der NCAA. Dort legte er von 2002 bis 2006 in 124 Spielen für die Panthers durchschnittlich 4,7 Punkte, 1,6 Rebounds und 0,8 Assists auf – nicht unbedingt Statistiken, die auf eine lange Profikarriere schließen lassen. Sein damaliger Highschool-Coach wusste allerdings schon damals, dass die Stärken von Little nicht unbedingt in den Stats auftauchen würden: "Johns Wurftechnik ist ein wenig anders und viele in Iowa haben seine Fähigkeiten für die Guard-Positionen bezweifelt. Als er am Campus dort angekommen war, haben sie ihn und seine Qualität allerdings gleich lieben gelernt. Zudem ist er der Liebling eines jeden Coaches."

3andD seit dem College

Am College überzeugte Little vor allem durch seine bissige Defensive und das regelmäßige Einstreuen von der Dreipunktlinie. "In meiner Jugend musste ich schon ziemlich früh gegen richtig starke Jungs spielen", blickte der 31-Jährige zurück. "NBA-Profis wie Eddy Curry oder Darius Miles zum Beispiel. Ich bin auf viele richtig gute Spieler getroffen." Bei den Namen ist es auch nicht verwunderlich, dass John seine Defense weiterentwickeln konnte und diese ihm auch in seinem weiteren Werdegang zu einem Namen verholfen hat.

Deutschland und Little passt direkt

2008 verschlug es ihn nach Deutschland. Dort unterschrieb er zusammen mit seinem College-Freund Ben Jacobson den ersten Profi-Vertrag bei der BG Göttingen. Göttingen war auch der Ort, wo er Trainer John Patrick das erste Mal getroffen hat und mit ihm den bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern konnte: Den Finalsieg in der EuroChallenge. Ein Erfolg, den er mit den FRAPORT SKYLINERS dieses Jahr im FIBA Europe Cup gerne wiederholen würde! 2011 verließ Patrick den Bundesligisten und übernahm den Trainerposten bei den s.Oliver Baskets aus Würzburg – unserem Gegner am kommenden Sonntag (17 Uhr, Fraport Arena, Höchst). Nach der zuvor erfolgreichen Zusammenarbeit war es wenig überraschend, dass Littles Weg ebenso nach Nordbayern führte.

John Patrick zum Dritten

In der Saison 2014/2015 streifte sich Little allerdings das schwarz-gelbe Trikot der MHP Riesen Ludwigsburg über – übrigens gecoacht von John Patrick, der ein Jahr zuvor schon nach Ludwigsburg gewandert war. In seiner neuen baden-württembergischen Heimat kam "Little John" auf sieben Punkte, 2,3 Rebounds und 1,3 Assists bei einer Einsatzzeit von rund 25 Minuten. Wieder waren es aber nicht die Zahlen die den US-Amerikaner so wertvoll machten, sondern seine Führungsqualitäten sowie die knallharte Verteidigung, die er jedes Spiel an den Tag legte.

Festung Mainhattan

Ab dieser Spielzeit trägt der Shooting Guard die Trikotnummer 9 der FRAPORT SKYLINERS und soll zusammen mit Quantez Robertson und Konstantin Klein die gegnerischen Flügelspieler zermürben und für ordentlich Stabilität in der Defensive sorgen. Eine Rolle, die maßgeschneidert für den Mann aus Georgia zu sein scheint. "Die Defensive pusht die Offensive. Hohe defensive Qualität hält dich in Spielen, selbst wenn der eigene Wurf nicht fällt. Ich würde hier gerne meine Verteidigung einbringen und damit der Mannschaft helfen", hat er die Rolle bereits verinnerlicht.

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Obwohl der Edel-Verteidiger erst zwei Wochen vor Saisonbeginn zu den FRAPORT SKYLINERS gestoßen war, konnte er auf Anhieb im ersten Saisonspiel gegen Bremerhaven überzeugen. Während manch ein Spieler sich noch mit seinen Mitspielern oder dem System vertraut machen müsste, spielte Little als wäre er schon wesentlich länger Bestandteil der Mannschaft. Keine Überraschung, wie schon sein damaliger College-Kumpel Robert Faulkner vor über sechs Jahren prophezeite: "John ist ein richtig guter Spieler. Egal wo er hingeht, er wird sich überall direkt zurecht finden." Der bei Kollegen sehr beliebte defensivstarke Flügelspieler scheint auch hier in Mainhattan sehr gut angekommen zu sein und die Fans erhoffen sich ein weiteres Jahr mit toller Verteidigung des Routiniers.

Wer John und die FRAPORT SKYLINERS live in Action und vor Ort sehen möchte, der hat am kommenden Sonntag (11. Oktober) dafür die beste Gelegenheit. Beim ersten Heimspiel der noch jungen Saison kommt es um 17 Uhr zum Aufeinandertreffen mit Würzburg.

Karten sind erhältlich über Tel. 069-92887619 oder online über  www.fraport-skyliners.de/tickets