Klaus Perwas (Headcoach):
„Die Zuschauer haben heute ein hart umkämpftes und sehr physisches Spiel gesehen. Am Ende haben wir aus meiner Sicht verdient gewonnen – auch wenn es zum Schluss sicherlich ein wenig glücklich war. Aber man muss sich erst einmal in die Situation bringen, ein solches Spiel mit dem nötigen Quäntchen Glück entscheiden zu können.
Ich glaube zudem, dass wir die Partie auch schon früher hätten entscheiden können. Insgesamt haben wir in Sachen Intensität und Einsatz erneut einen Schritt nach vorne gemacht. Wie ich immer sage: Ein Spiel in der easyCredit Basketball Bundesliga zu gewinnen, ist nie einfach. Umso wichtiger war es, dass wir heute die Nerven behalten haben.
Wenn man sieht, dass wir wichtige Rebound-Duelle für uns entscheiden konnten und mit unserer Aggressivität viele Freiwürfe erzwungen haben, unterstreicht das unseren Auftritt.“
Dynamisches Hin und Her
Wir starteten mit einer Veränderung in der Starting Five in die Partie: Topscorer Jaedon LeDee war zurück auf dem Parkett. Die ersten Punkte erzielte Kapitän Till Pape nach schönem Zuspiel von William Christmas. Die Anfangsphase entwickelte sich dann zu einem offenen Schlagabtausch mit schnellen Führungswechseln. Nach fünf Minuten und LeDees ersten Punkten nach starkem Offensivrebound stand es 10:11.
Spätestens der anschließende And-One-Dunk nach Steal machte deutlich: LeDee ist nicht nur auf dem Papier zurück. Das Ende des Viertels gehörte jedoch den Gästen, die mit einem kleinen Lauf auf 22:28 erhöhten. Auffällig im ersten Abschnitt: Wir attackierten aggressiv und effizient den Korb, während bei Chemnitz vor allem das Duo Kostja Mushidi und Kevin Yebo (8 bzw. 9 Punkte) im Fokus stand.
Viertelergebnis: 22:28
27-Punkte-Feuerwerk
Wir kamen mit viel Energie aus der Viertelpause, zwangen Chemnitz zu Ballverlusten und scorten über schnelle Fastbreaks. Nach zwei Minuten verkürzten wir auf 28:30. Till Pape setzte anschließend Akzente mit starker Footwork gegen Amadou Sow und erzielte vier schnelle Punkte.
Nach 4:30 Minuten gingen wir vor einer tobenden Süwag Energie ARENA erstmals wieder in Führung – ein schöner Fadeaway unseres Kapitäns bedeutete das 36:35. Das nächste Highlight folgte wenig später, als William Christmas nach starkem Spin-Move zum And-One abschloss (41:40).
Chemnitz hielt vor allem dank einer guten Dreierquote dagegen (6/13 nach acht Minuten). William Christmas zeigte gegen seinen Ex-Club früh, wie motiviert er war: 13 Punkte zur Pause, davon 7/7 von der Freiwurflinie. Zur Halbzeit führten wir verdient mit 49:45.
Viertelergebnis: 27:17
Topscorer zur Halbzeit:
SKYLINERS:
William Christmas (13 Punkte, 2 Assists, 100 % FT)
Isaiah Swope (10 Punkte)
NINERS Chemnitz:
Kevin Yebo (11 Punkte)
Amadou Sow (9 Punkte)
LeDee dominiert unterm Korb
Den Start in die zweite Halbzeit eröffnete Isaiah Swope nach einem Fastbreak, eingeleitet durch mehrere starke Defensivaktionen. Die Partie blieb zunächst etwas zerfahren, wir hielten den Abstand jedoch konstant. Nach drei Minuten erhöhte Till Pape per Offensivrebound und And-One auf 56:49.
Jaedon LeDee zeigte zum Ende des Viertels eindrucksvoll, was wir an ihm vermisst hatten: physische Präsenz, mehrere Offensivrebounds (bereits fünf) und aggressive Abschlüsse, die ihn immer wieder an die Linie brachten. Trotz eines Halfcourt-Buzzer-Beaters von Mushidi behaupteten wir eine knappe 71:68-Führung.
Viertelergebnis: 22:23
Sieg mit dem Buzzer
Es ging hinein in eine hochdramatische Schlussphase. Beide Teams tasteten sich zunächst heran – nach knapp fünf Minuten stand es 79:77. In der Crunchtime eröffnete William Christmas mit einem wichtigen Dreier in einer nun kochenden Halle. Doch erneut war es Kevin Yebo, der mit seinen Punkten 21 bis 24 konterte (82:81).
48 Sekunden vor Schluss hatten wir beim Stand von 84:84 Ballbesitz. Nach mehreren kämpferischen Aktionen auf dem Boden war es Nahiem Alleyne, der hellwach den Offensivrebound sicherte und ein cleveres Foul zog. Unser Youngster blieb eiskalt und verwandelte beide Freiwürfe. Chemnitz kam noch einmal in Ballbesitz und zog ein Foul an LeDee, das ihn mit seinem fünften Foul aus dem Spiel nahm. Mushidi traf 3,9 Sekunden vor Schluss beide Freiwürfe – Ausgleich, 86:86.
Und dann begann der absolute Wahnsinn: Unsere „Mikrowelle“ Isaiah Swope bekam den Ball und nahm, von mehreren Chemnitzern bedrängt, einen Wurf, den man im Football wohl als „Hail Mary“ bezeichnen würde. Der Ball war eine gefühlte Ewigkeit in der Luft, sprang vom Brett ins Netz – Buzzer Beater! Die Süwag Energie ARENA explodierte und so gewannen wir dieses intensive Duell mit 89:86.
Viertelergebnis: 18:18
Endergebnis :
SKYLINERS – NINERS Chemnitz 89:86 (49:45)
Zuschauer: 4.850
Best of Boxscore:
Isaiah Swope (21 PTS / 3 AST)
Jaedon LeDee (12 PTS / 12 REB)
Till Pape (17 PTS / 7 REB / 2 AST)
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Nächstes Spiel: Sa., 17.01.2026, 20:00 Uhr: VET-CONCEPT Gladiators Trier - SKYLINERS













