Klaus Perwas (Headcoach SKYLINERS): „Natürlich freuen wir uns über diesen Sieg. London ist ein starkes Team, athletisch und physisch präsent. Sie haben hier zu Hause auch La Laguna Tenerife geschlagen. Wir sind kämpferisch in die Partie gestartet und haben versucht, ihre Physis anzunehmen. Die erste Halbzeit war aus meiner Sicht ziemlich gut. Es war ein Spiel, in dem die Defensive im Mittelpunkt stand. Mit unserem Start in die zweite Halbzeit war ich allerdings nicht zufrieden – das hatte ich auch schon im Interview nach dem Spiel angesprochen. Am Ende finden wir aber offenbar immer wieder Wege, Spiele zu gewinnen, auch in der heimischen Liga. Darauf können wir stolz sein: dass wir hier auswärts gewonnen haben und mit einem Sieg nach Hause fahren.“
Judah Mintz (Spieler SKYLINERS): „Das war ein wichtiger Sieg für uns. Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde – und genau das war es auch. Umso besser ist es, weiter Siege einzufahren, gerade im europäischen Wettbewerb. Das Spiel hat gezeigt, dass wir auch in schwierigen Phasen ruhig bleiben können. Sie haben immer wieder Läufe gestartet, aber wir haben diesen Phasen standgehalten und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das zeigt, wie sehr wir als Team zusammenhalten.“
Führung trotz anfänglicher Probleme
Die SKYLINERS starteten in London mit einer Veränderung in der Starting Five im Vergleich zum Ligasieg gegen Hamburg: Nahiem Alleyne begann für Thomas Klepeisz. Die ersten Punkte auf englischem Boden erzielte Kapitän Till Pape nach einem schönen Zuspiel von Judah Mintz. Beide Mannschaften leisteten sich zu Beginn einige Fehler und benötigten etwas Zeit, um in die Partie zu finden. Nach fünf Minuten führten die Londoner vor allem aufgrund zweier Ballverluste der Frankfurter mit 9:4.
Nach dem ersten Timeout von Headcoach Klaus Perwas zeigte das Team jedoch eine Reaktion: Nach einem starken Assist von Till Pape aus dem Post vollendete Tommy Klepeisz trotz Foul. Das gab den SKYLINERS Schwung! Ryan Arcidiacono verwandelte den ersten Dreier der Frankfurter mit etwas Glück und brachte sein Team mit 15:14 in Führung. Die SKYLINERS verteidigten nun sehr solide und gingen mit einer Drei-Punkte-Führung ins zweite Viertel. Viertelergebnis: 18:21
Starke Defensivleistung baut Führung aus
And-One! Jacob Knauf sicherte sich direkt den ersten Offensivrebound und verwandelte mit Foul. Ein tiefer Dreier von Isaiah Swope erhöhte den Vorsprung anschließend erstmals auf neun Punkte (29:20) und zwang London nach drei Minuten zur Auszeit. Doch auch danach gelang es den Frankfurtern, die Partie zu kontrollieren. Offensiv kamen sie immer häufiger an die Freiwurflinie. Defensiv hielten sie die Londoner drei Minuten vor der Halbzeitpause bei schwachen Trefferquoten (38,9 % aus dem Zweipunktebereich, 18,2 % von der Dreierlinie).
Ein Dreier von Klepeisz mit Ablauf der Shotclock und weitere Punkte von Till Pape, der nun bei neun Zählern stand, bauten den Vorsprung auf elf Punkte aus (43:32). Dank einer konzentrierten Defensivleistung und guten Teamspiels gingen die SKYLINERS mit einer komfortablen 45:36-Führung in die Halbzeitpause. Viertelergebnis: 18:24
Topscorer zur Halbzeit
SKYLINERS:
- Till Pape – 9 Punkte, 4 Rebounds, 100 % aus dem Zweipunktebereich
- Judah Mintz – 8 Punkte, 2 Assists
London Lions:
- Joe Scott – 12 Punkte, 7 Rebounds, 3 Assists
- Tarik Phillip – 6 Punkte, 3 Rebounds
London gibt sich nicht geschlagen
Bei den Londonern stach vor allem ein Akteur heraus: Der ehemalige Ludwigsburger Joel Scott verwandelte auch in der zweiten Hälfte den ersten Dreier aus der Ecke. Die SKYLINERS starteten mit zwei unglücklichen Angriffen, ehe Will Christmas das Scoring mit einem And-One-Finish eröffnete. Insgesamt kamen die Londoner jedoch besser aus der Halbzeitpause und verkürzten nach drei Minuten auf 44:48.
Die nächsten Punkte der Frankfurter resultierten vor allem aus gut gelaufenen Cuts. London fand jedoch insbesondere über zweite Chancen immer wieder eine Antwort. Zwei Minuten vor Ende des Viertels betrug der Vorsprung der SKYLINERS nur noch einen Punkt. Ein offener Dreier von Price brachte den Lions erstmals seit dem ersten Viertel wieder die Führung (55:54).
Dann übernahm der MVP des Spiels gegen Hamburg Verantwortung: Judah Mintz provozierte das fünfte Teamfoul der Londoner und brachte die Frankfurter anschließend aus dem Halbfeld wieder in Führung. Für ein wichtiges Ausrufezeichen sorgte schließlich Kapitän Till Pape: Sein Dreier mit Ablauf der Spielzeit brachte die SKYLINERS mit einer Fünf-Punkte-Führung (63:58) und positivem Momentum in die Crunchtime. Viertelergebnis: 22:18
SKYLINERS behalten die Nerven
Für das erste Highlight des Schlussviertels sorgte Race Thompson mit einem Dunk nach einer starken Defensivaktion und schnellem Umschaltspiel (67:60). Zu Beginn taten sich beide Teams offensiv schwer. Nach fünf Minuten stand es 70:64, doch die Londoner agierten in dieser Phase insgesamt abgeklärter. Ein Flagrant Foul von Radii Caisin brachte die Lions bis auf einen Punkt heran (69:70).
Nachdem Scott an der Freiwurflinie ausgeglichen hatte, nahm sich Judah Mintz ein Herz und verwandelte einen Dreier zum 73:70. Ein weiterer defensiver Stop und der anschließende Treffer von Alleyne erhöhten den Vorsprung zwei Minuten vor Schluss auf 76:70.
Nun ging es Schlag auf Schlag: Mintz traf auch seinen nächsten Dreier, doch Tarik Phillip konterte direkt im Gegenzug (75:79). In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. London verkürzte an der Freiwurflinie auf drei Punkte, ehe die SKYLINERS den Ball an der Mittellinie verloren. Ein Schrittfehler der Gastgeber brachte den Frankfurtern den Ball jedoch zurück. Topscorer Judah Mintz verwandelte schließlich beide Freiwürfe und machte damit den zweiten EuroCup-Sieg im dritten Spiel perfekt. Viertelergebnis: 18:18
Endergebnis: London Lions – SKYLINERS 76:81 (36:45)
Best of Boxscore:
- Judah Mintz (20 PTS / 2 REB / 2 AST)
- Till Pape (12 PTS / 5 REB)
- Tommy Klepeisz (9 PTS / 3 AST)
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Nächstes Spiel:
So., 18.10.2026, 16:30 Uhr
SKYLINERS - VET-CONCEPT Gladiators Trier
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