ALBA startet heiß von außen
Die Berliner erwischten den deutlich besseren Start in die Partie und trafen direkt mehrere Dreier in Folge. Besonders Anton Kemmer, der spätere Finals MVP, sorgte früh für Probleme in der Frankfurter Defensive. Die Hessen hatten zunächst Schwierigkeiten, ihren offensiven Rhythmus zu finden, kämpften sich gegen Ende des ersten Viertels aber besser in die Begegnung. Nach zehn Minuten führte ALBA dennoch mit 27:17.
Smazak hält Frankfurt im Spiel
Zu Beginn des zweiten Viertels sorgte Lukas Smazak mit elf Punkten in Serie und drei tiefen Dreiern für neue Energie bei den Frankfurtern. Auch defensiv setzte Frankfurt ALBA nun stärker unter Druck. Doch die Berliner antworteten ihrerseits mit zwei schnellen Dreiern zum 38:28, woraufhin Frankfurt eine Auszeit nehmen musste.
Danach verschob sich das Momentum erneut zugunsten der Gastgeber. ALBA verteidigte aggressiv und ließ Frankfurt offensiv kaum noch zur Entfaltung kommen. Zur Halbzeit lagen die Hessen mit 33:52 zurück.
Defensiv geprägte zweite Halbzeit
Nach der Pause entwickelte sich eine deutlich defensivere Partie. Beide Teams verteidigten intensiv, wodurch der offensive Flow beider Teams immer wieder ins Stocken geriet. ALBA verwaltete die Führung zunächst aber souverän und ging mit einem 64:47-Vorsprung ins Schlussviertel.
Furiose Aufholjagd sorgt für Gänsehaut
Im letzten Abschnitt zeigte das Team von Thore Bethke dann große Moral. Ein wichtiger Korb von Chris Widmer brachte früh Energie, ehe Maximilian Peters mit zwei wichtigen Dreiern den Rückstand bei noch vier Minuten Restspielzeit auf 63:75 verkürzte. Die Halle begann nun langsam wieder daran zu glauben, dass ein Comeback möglich ist. Auch ALBA Berlin-Headcoach Marius Huth spürte diese Energie und nahm ein Timeout.
Danach begann die große Phase von Lukas Smazak, der am Ende unglaubliche 39 Punkte und damit sein Season High verzeichnete.
Nach zwei weiteren erfolgreichen Abschlüssen zwang er Marius Huth direkt zur nächsten Auszeit. Der Point Guard übernahm nun komplett die Offensive der Frankfurter und erzielte in dieser Phase unglaubliche 18 Punkte in Serie, was von den mitgereisten Frankfurter Fans frenetisch gefeiert wurde. 59 Sekunden vor dem Ende brachte er Eintracht Frankfurt/SKYLINERS mit einem weiteren Korb bis auf einen Punkt heran (77:78). Spätestens jetzt bebte die Halle, ALBA Berlin war deutlich verunsichert, das Momentum schon seit Minuten auf Seiten der Hessen.
Kurz darauf hatte Ivan Crnjac rund 20 Sekunden vor Schluss die Chance, Frankfurt erstmals in Führung zu bringen, verfehlte jedoch seinen Dreier-Versuch. ALBA verwandelte anschließend seine Freiwürfe zum 80:77. Den Frankfurtern blieb also nur ein letztes Play, um die Partie irgendwie auszugleichen. Den letzten Dreipunktewurf zum möglichen Ausgleich bekam erneut Smazak – doch auch dieser Versuch fiel knapp nicht.
Starke Saison endet mit Platz drei
Damit endet die beeindruckende Saison von Eintracht Frankfurt/SKYLINERS im Halbfinale des NBBL Top4. ALBA Berlin zog anschließend ins Finale ein und sicherte sich dort mit einem Sieg gegen Ratiopharm Ulm die Deutsche Meisterschaft 2026.
Trotz der knappen Niederlage kann Frankfurt stolz auf eine außergewöhnliche Saison und ein emotionales Top4-Turnier sein.
Headcoach Thore Bethke:
„Wir haben auch im Halbfinale wieder einen klasse Fight geliefert - nun leider zum ersten Mal in dieser Saison mit ungünstigem Ergebnis für uns. Dennoch überwiegt bei weitem der Stolz auf die erbrachte Leistung in diesem Spiel und auch über die ganze Saison. Die Mannschaft hat auf alle Probleme und Verletzungen so reagiert, wie wir Coaches es uns nur wünschen konnten und echten Charakter gezeigt. Ich denke, wenn sich die Enttäuschung legt, können die Jungs auf eine ganz tolle Saison zurückblicken. Ich persönlich möchte mich ausdrücklich bei unserem Physio Moritz Albrecht und bei meinen Co-Trainern Iustin Hahn und Talaye Vahidi bedanken, die ihren großen Anteil an diesem tollen Jahr haben.“
Geschäftsführer Sport Sebastian Gleim:
"Das Spiel unserer Mannschaft in Berlin gegen Alba Berlin war wirklich stark. Wir hatten eine tolle Siegchance nach einem großen Comeback, am Ende hat es leider nicht ganz gereicht.
Das Team und unsere Coaches haben den Verein mit allen Tugenden repräsentiert, für die wir stehen. Wir sind wirklich stolz auf diese Leistung!
Danke an den gesamten Trainerstab und jeden einzelnen Spieler!"














