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Jetzt wird es ernst

Marco Völler spielte von 2017 bis zum Sommer 2024 für die SKYLINERS und war Kapitän der Aufstiegsmannschaft. Von 2021 bis 2023 war er zudem als Sportmanager bei den SKYLINERS tätig. Nun schreibt der ehemalige Power Forward wieder als Kolumnist für uns und gibt in diesem Beitrag seinem Ausblick auf die Saison 2026/27.

Langsam wird es ernst. Die Sommerpause geht ihrem Ende entgegen, die ersten Trainingseinheiten rücken näher und damit beginnt auch für die SKYLINERS die Phase, auf die man seit Wochen hingearbeitet hat: die Vorbereitung auf eine neue Saison in Bundesliga und EuroCup.

Wenn man sich die vergangenen Wochen anschaut, ist bei den SKYLINERS einiges passiert. Der Kader hat ein neues Gesicht bekommen, gleichzeitig konnten wichtige Spieler aus der vergangenen Saison gehalten werden. Und auch hinter den Kulissen hat sich eine Veränderung vollzogen, die für mich persönlich natürlich eine besondere ist.

Sebastian Gleim hatte Ende Juli seinen letzten Arbeitstag bei den SKYLINERS. Damit endet seine Zeit in Frankfurt in seiner Funktion als Geschäftsführer Sport. Für mich ist das durchaus ein emotionaler Moment, denn Sebastian und mich verbinden viele gemeinsame Jahre mit diesem Club und mit dem Frankfurter Basketball.

Was ich ihm aber besonders hoch anrechne: Er hat bis zum Schluss mit voller Energie daran gearbeitet, die Mannschaft für die neue Saison aufzustellen. Gemeinsam mit den Coaches und Gunnar wurde in den vergangenen Wochen intensiv am Kader gearbeitet. Der Transfermarkt ist dabei bekanntlich kein Wunschkonzert. Es geht um Profile, Charaktere, Verfügbarkeit, Budget und die Frage, wie einzelne Spieler in ein bestehendes Team passen.

Ich finde, dass dabei eine interessante und vor allem vielversprechende Mannschaft entstanden ist.

Mit Spielern wie Tommy Klepeisz, der aus Ulm nach Frankfurt kommt, wurde Erfahrung und Qualität hinzugewonnen. Gleichzeitig haben die SKYLINERS mit neuen amerikanischen Spielern wie Marcus Garrett bewusst Spieler mit Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten verpflichtet. Und mindestens genauso wichtig ist es, dass man Impact-Player der vergangenen Saison halten konnte. Isaiah Swope ist dafür ein gutes Beispiel.

Genau diese Mischung macht für mich den Reiz des neuen Teams aus: Spieler, die den Club und die Liga bereits kennen, treffen auf neue Gesichter und bekommen dadurch auch neue Impulse. Dazu kommt die Herausforderung, erstmals seit einiger Zeit wieder regelmäßig auf europäischer Bühne zu spielen.

Der EuroCup wird dabei eine ganz eigene Geschichte schreiben. Ich freue mich persönlich sehr darauf, wieder internationale Gegner in Frankfurt zu sehen – und natürlich auch auf die Möglichkeit, dass viele SKYLINERS-Fans die Mannschaft bei einigen dieser Spiele im Ausland begleiten werden. Europäische Auswärtsfahrten gehören für mich zu den besonderen Erlebnissen im Basketball. Andere Städte, andere Hallen, andere Basketballkulturen und mittendrin die eigenen Fans, die ihre Mannschaft unterstützen.

Natürlich wird nicht alles vom ersten Spieltag an funktionieren. Eine neue Mannschaft braucht Zeit. Neue Spieler müssen ihre Rollen finden, Abläufe müssen automatisiert werden und auch die Coaches müssen herausfinden, welche Kombinationen auf dem Parkett am besten funktionieren. Genau dafür ist die Vorbereitung da.

Und jetzt geht sie bald los.

Für mich ist das immer einer der spannendsten Momente einer Saison. Auf dem Papier kann man viel planen und analysieren. Am Ende zeigt sich aber erst in der Halle, wie gut die einzelnen Puzzleteile tatsächlich zusammenpassen.

Ich bin jedenfalls gespannt. Die SKYLINERS haben sich einen Kader zusammengestellt, der sowohl in der Bundesliga als auch im EuroCup Gas geben kann. Die Mischung aus Erfahrung, bekannten Gesichtern und Spielern mit viel Potenzial macht Lust auf die kommenden Monate.

Und auch wenn Sebastian Gleim jetzt nicht mehr mit dabei ist, bleibt sein Anteil an diesem Kader sichtbar. Er hat gemeinsam mit den Coaches in seinen letzten Wochen noch einmal viel Energie in die Kaderplanung gesteckt und damit eine gute Grundlage für das gelegt, was jetzt kommt.

Für Sebastian beginnt nun in Neuseeland ein neues Kapitel an der Seitenlinie. Für die SKYLINERS beginnt gleichzeitig die Vorbereitung auf eine Saison, die einiges zu bieten hat.

Ich freue mich darauf, wenn es endlich wieder losgeht. Wenn die Halle sich füllt, die Mannschaft erstmals gemeinsam auf dem Parkett steht und wir sehen, was aus all den Gesprächen, Telefonaten und Planungen des Sommers geworden ist.

Der Sommer ist vorbei. Jetzt darf wieder Basketball gespielt werden.