Für William Christmas wird es ein Wiedersehen mit einem vertrauten Gegner: Der Guard lief in der vergangenen Saison noch für die NINERS Chemnitz auf und trifft nun erstmals im SKYLINERS-Trikot auf seinen Ex-Club.
Sepehr Tarrah (Co-Trainer SKYLINERS):
„Wir freuen uns auf ein intensives Spiel vor heimischem Publikum. Wir haben uns fest vorgenommen, besser ins Spiel zu starten und unser Spiel über 40 Minuten durchzuziehen. Chemnitz lebt von Ballbewegung – unsere Defense wird daher der Schlüssel sein.“
Blick auf die Tabelle: Alles eng beieinander
Die Ausgangslage verspricht Spannung:
Wir gehen aktuell von Tabellenplatz 11 in das Heimspiel, Chemnitz rangiert nur zwei Plätze davor auf Rang 9. Ein Sieg könnte für uns einen weiteren Schritt in Richtung Play-in-Plätze bedeuten – gleichzeitig wäre es ein wichtiger Erfolg im direkten Vergleich zweier Verfolger.
Gute Nachrichten gibt es auch personell: Jaedon LeDee (18,5 PPG), der aufgrund einer Daumenverletzung seit Mitte November ausfiel, wird gegen Chemnitz wieder einsatzbereit sein. Gleiches gilt für Marcus Domask, der in dieser Saison bislang noch nicht für uns auf dem Parkett stand.
Rückblick: Starke Moral in Rostock
Zum Jahresauftakt lieferten wir bei den Rostock Seawolves einen leidenschaftlichen Fight, mussten uns am Ende jedoch knapp geschlagen geben. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit zeigten wir erneut starke Comeback-Qualitäten und erzwangen eine hochspannende Crunchtime.
Der Wendepunkt kam nach der Pause: Kapitän Till Pape setzte mit einem sehenswerten No-Look-Finish samt Foul das erste Ausrufezeichen, wenig später folgten zwei Dreier von Jacob Knauf zum 48:42. Im Schlussviertel platzte bei Pape endgültig der Knoten, Logan Johnson sorgte mit einem athletischen Dunk für das nächste Highlight. Fünf Minuten vor dem Ende stand es nach nur 24 Punkten zur Halbzeit plötzlich 67:67. Ein Monsterblock von Pape leitete eine intensive Schlussphase mit wechselnden Führungen bis in die letzten Minuten ein.
Endstand an der Ostsee: 82:77
Best of Boxscore (vs. Rostock):
- Isaiah Swope: 19 Punkte | 2 Rebounds | 8 Assists
- William Christmas: 18 Punkte | 6 Rebounds | 2 Assists
- Till Pape: 12 Punkte | 8 Rebounds | 2 Assists
Chemnitz zuletzt unter Druck
Die NINERS Chemnitz mussten im letzten BBL-Spiel eine Heimniederlage gegen RASTA Vechta hinnehmen. Nach zuvor zwei Niederlagen in Folge gelang Vechta der Befreiungsschlag. Chemnitz, trainiert von Rodrigo Pastore, musste dabei auf Ty Brewer (Abgang) und Center Amadou Sow verzichten.
Die Sachsen starteten ordentlich in die Partie, insbesondere Kostja Mushidi und Nike Sibande punkteten früh. Nach dem Seitenwechsel kippte das Momentum jedoch zugunsten der Gäste. Trotz erhöhter defensiver Intensität und mehr Druck auf den Ballführer gelang es den NINERS nicht mehr, das Spiel zu drehen.
Belastung spricht für uns
Ein nicht unwesentlicher Faktor: Während das Heimspiel für uns erst die 16. Pflichtpartie der Saison ist, absolvieren die NINERS bereits ihr 29. Saisonspiel. Unter der Woche stand zudem ein EuroCup-Auftritt in London an, den Chemnitz zwar mit 78:70 gewann, der jedoch zusätzliche Körner kostete.
Immerhin: Center Amadou Sow ist nach überstandener Verletzung wieder einsatzbereit und bereits mit dem Team in Frankfurt eingetroffen.
Players to Watch (NINERS Chemnitz)
- Kevin Yebo (PF): 17,6 PPG | 5,8 RPG | 17,7 EFF
- Amadou Sow (C): 15,0 PPG | 7,5 RPG | 17,3 EFF
Statistischer Vergleich
- Chemnitz ist ligaweit führend bei der Zweierquote (57,8 %)
- Zudem gehören die NINERS zu den Teams mit den meisten getroffenen Dreiern
- Die Dreierquote liegt bei 34 % (Platz 10)
- Wir folgen direkt dahinter mit 33 % (Platz 11)
- In der Kategorie Steals stehen wir weiterhin ligaweit auf Platz 1
Ein enges Tabellenbild, ein physisch starker Gegner und unser erstes Heimspiel im neuen Jahr: Die Voraussetzungen für einen intensiven Basketballabend in der Süwag Energie ARENA könnten kaum besser sein. Mit Energie, Tempo und der Unterstützung unserer Fans wollen wir den nächsten Schritt gehen – und das Jahr 2026 auch zu Hause erfolgreich eröffnen.













