Klaus Perwas (Headcoach SKYLINERS): "Ja, erst mal Glückwunsch an die Wölfe. Wir haben uns das am Ende natürlich anders vorgestellt. Aber sie haben auch das Selbstvertrauen, solche Spiele noch drehen zu können. Das haben sie in dieser Saison schon öfter gezeigt. Ich denke, wir haben am Ende ein bisschen zu viel alleine gespielt, also zu viel Eins-gegen-eins. Da hätten wir den Ball mehr bewegen müssen oder können. Defensiv bin ich eigentlich nicht ganz unzufrieden, aber offensiv war es nicht so gut. Das sieht man auch an unserer Wurfquote. Auch bei den Rebounds hatten wir uns das ein bisschen anders vorgestellt. 17 Offensivrebounds abzugeben, ist einfach eine Menge. Es ist, wie es ist. Wir müssen das jetzt schnell abhaken. Am Donnerstag steht schon das nächste Spiel im EuroCup an und am Sonntag spielen wir zu Hause in der BBL. Es geht also Schlag auf Schlag. Von daher müssen wir einfach weitermachen."
Partie startete intensiv
Die SKYLINERS gingen mit zwei Veränderungen in die Partie: Jacob Knauf ersetzte den angeschlagenen Race Thompson, Tommy Klepeisz rückte für Nahiem Alleyne in die Starting Five. Der Start gehörte direkt den Frankfurtern: Till Pape vollendete einen schönen Fastbreak zur 6:0-Führung nach zwei Minuten. Anschließend fand die Heimmannschaft besser in die Partie und erspielte sich die erste Führung (7:6). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem auf Frankfurter Seite vor allem Ryan Arcidiacono von der Bank Verantwortung übernahm. Mit zwei starken Drives brachte der Veteran die SKYLINERS drei Minuten vor der ersten Pause mit 15:16 in Führung. Ein anschließender Dreier von Will Christmas zwang den MBC beim Stand von 15:19 erstmals zu einer Auszeit. In einem intensiven ersten Viertel war vor allem Christmas überall zu finden: Sieben Punkte und fünf Rebounds standen für ihn bereits zu Buche. Die Frankfurter gingen mit einer knappen Führung in die erste Pause. Viertelergebnis: 20:21
SKYLINERS setzten sich vor der Pause ab
Das erste Ausrufezeichen im zweiten Viertel setzte Jacob Knauf mit einem Dreier von halbrechts. Anschließend zeigte Judah Mintz, warum er zu den offensiv auffälligsten Spielern der Liga gehört: Mit einem starken Midrange-Wurf samt Foul vollendete er zum And-One und stellte auf 24:29. Weißenfels kam in dieser Phase vor allem aus der Distanz zum Erfolg und traf fünf seiner ersten zehn Dreipunktwürfe. Der offensivstarke Spencer Reaves verkürzte per Dreier auf 30:31. Der MBC fand anschließend auch besser den Weg in die Zone, doch die Frankfurter hatten immer wieder eine Antwort parat. Judah Mintz traf einen Stepback-Dreier, Till Pape legte mit einem schönen Hookshot nach und stellte auf 36:40. Der Kapitän war es auch, der anschließend in Nowitzki-Manier einen Fadeaway-Jumper trotz Fouls versenkte. Den starken Frankfurter Lauf vor der Halbzeitpause beendete Ryan Arcidiacono mit einem Layup. So gingen die SKYLINERS mit einer Neun-Punkte-Führung in die Kabine (36:45). Viertelergebnis: 16:24
Topscorer zur Halbzeit
SKYLINERS:
- Till Pape – 11 Punkte, 2 Rebounds
- Will Christmas – 9 Punkte, 5 Rebounds
SYNTAINICS MBC:
- Spencer Reaves – 8 Punkte
- Borisa Simanic – 7 Punkte, 3 Rebounds
SKYLINERS hielten die Führung
Center Jacob Knauf startete erneut stark in die zweite Halbzeit. Zunächst verwandelte er ein schönes Zuspiel per Dunk, anschließend bewies er auch defensiv seine Aufmerksamkeit und provozierte ein Offensivfoul der Weißenfelser. Till Pape erhöhte wenig später auf 39:49. Der MBC kämpfte sich über Colin Welp, der zwei Dreier in Folge traf, wieder auf sechs Punkte heran (45:51). Nahiem Alleyne, der in dieser Saison bislang sehr treffsicher von außen agierte, konterte den kleinen Lauf der Gastgeber jedoch mit einem Dreier aus der Ecke. Auch Roman Bedime trug sich nach sechs Minuten mit einem And-One nach einem Offensivrebound in die Scorerliste ein (48:59). In der Folge wurde die Partie durch zahlreiche Foulpfiffe zunehmend zerfahren. Die Gastgeber versuchten, angeführt von Point Guard Delonnie Hunt (13 Punkte), vor dem Schlussviertel noch einmal den Rückstand zu verkürzen. Nach einigen unglücklichen Offensivaktionen zog Judah Mintz schließlich ein cleveres Foul und verwandelte beide Freiwürfe. Damit gingen die SKYLINERS mit einer 64:56-Führung in die entscheidenden zehn Minuten. Viertelergebnis: 20:19
SKYLINERS verspielten den Sieg im Schlussviertel
Der MBC blieb aus der Distanz gefährlich und kam durch Dreier von Kostja Mushidi und Spencer Reaves zu Beginn des Schlussviertels bis auf zwei Punkte heran. Klaus Perwas reagierte mit einer Auszeit, aus der Till Pape mit einem weiteren Fadeaway aus der Mitteldistanz zurückkam (64:68). Knapp vier Minuten vor dem Ende glichen die Gastgeber nach dem fünften Teamfoul der SKYLINERS an der Freiwurflinie aus. Die Partie ging damit in ihre entscheidende Phase. Nach zwei weiteren erfolgreichen Abschlüssen der Weißenfelser übernahm Judah Mintz erneut Verantwortung: Mit einem Jumpshot und einem starken Drive erzielte er vier schnelle Punkte und stellte den Ausgleich wieder her (72:72). Der 17. Offensivrebound der Gastgeber und der anschließende Korbleger von Jure Planinic brachten den MBC jedoch erneut in Führung (72:74). In der Schlussminute zitterten beide Teams an der Freiwurflinie, doch die Gastgeber hatten letztlich das bessere Händchen. Will Christmas verlor beim letzten Frankfurter Angriff den Ball, sodass den SKYLINERS keine weitere Möglichkeit zum Ausgleich blieb. Nach einem schwierigen Schlussviertel mussten sich die Frankfurter schließlich mit 73:77 geschlagen geben. Viertelergebnis: 21:9
Endergebnis: SYNTAINICS MBC – SKYLINERS: 77:73 (36:45)
Best of Boxscore:
Judah Mintz (18 PTS / 4 REB / 3 AST)
Till Pape (16 PTS / 5 REB)
Will Christmas (11 PTS / 8 REB)
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Nächstes Spiel:
Do., 12.11.2026, 20:00 Uhr
SKYLINERS - Maxima Roma
















